Nachschau – Themenabend: Roth ist familienfreundlich

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Nachschau – Themenabend: Roth ist familienfreundlich

Frau Hölle gesucht, die vormittags auf Hänsel und Gretel aufpasst oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute – Ein Themenabend der Kreis-Metropole Roth – 

Wie familienfreundlich zeigt sich die Stadt? Von sehr fachkundigen Referenten wurde in Kurzvorträgen ein Themenbogen geschlagen, von  der Eheschließung, Geburtshilfe in der Kreisklinik, Wohnen, altersgerechte Spiel- Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, kinderärztliche Betreuung, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bis hin zu generationsübergreifenden Begegnungsmöglichkeiten. 

Eine Trauung an Silvester, in der frischsanierten Kapelle mit anschließender Feier in exklusiven Räumlichkeiten, den Ratsstuben? Warum nicht, wir gehen so individuell wie möglich auf Wünsche des Brautpaares ein, so das Stadtoberhaupt Ralph Edelhäußer.  Der Immobilienexperte Joschi Leisinger von der Sparkassen – Immobiliengesellschaft erklärte in einem begeisternden Vortrag den Rother Bürgern, warum sie sich glücklich schätzen können, in Roth eine Immobilie zur Miete bzw. zum Kauf zu suchen und nicht im Rest der Republik. Sein Appell an die Politik: Um dem Flächenverbrauch entgegenzuwirken, brauchen wir mehr Eigentumswohnungen. Dadurch kann in zu groß gewordenen Einfamilienhäusern wieder Platz geschaffen werden für junge Familien mit Kindern. Eine seit Jahren stabile und stattliche Anzahl  von über 600 Geburten jährlich, versetzt die Geburtshilfe der Rother Kreisklinik  in eine technisch wie personell hochmodern ausgestatte und den Eltern zugewandte Abteilung. Stolz berichtet der Gynäkologe Dr. Ulrich Horn, wir haben das volle Programm im Angebot und können uns mit jeder Geburtshilfeabteilung Deutschlands auf Augenhöhe begegnen.

Mit Kinderentwicklungsspezifischem Fachwissen bietet die TSG ein altersgerechtes äußerst vielfältiges Sportangebot für Kinder und Jugendliche, welches Frau Claudia Distler begeistert vorstellte. Das nächste Projekt des Vereins pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum befindet sich in der Planungsphase. Ein Bewegungspark für alle Altersklassen, der Jung und Alt gleichermaßen eine Begegnungsstätte bieten soll. Die langjährige und sehr erfahrene Jugendhausleiterin Karin Reich, stellte die Entwicklung des Ferien- und Jahresprogramms, des offenen Treffs, verschiedener Projekte, sowie die vielfältige Vernetzung mit zahlreichen städtischen Einrichtungen als die fünf tragenden Säulen des Jugendhauses vor. Der Vortrag ließ langjährige Erfahrung und viel Herzblutarbeit erkennen. Mit Sicherheit kann behauptet werden, dass diese Dienstleistung für viele Eltern immer eine große Hilfe war und ist. Die Moderatorin des Abends Monika Bechtold erläuterte, wie sie damals Unterstützung bei der Kinderbetreuung gesucht und gefunden hat. „Frau Hölle gesucht, die vormittags auf Hänsel und Gretel aufpasst, die Betten ausschüttelt und im Kochtopf rührt“. Mit diesem Inserat hat sie vor 26 Jahren eine Halbtageskinderfrau gesucht und auch gefunden. Eine Hortbetreuung stand noch in den Sternen. Das Jahr 2018 hat 62 Ferientage, eine alleine nicht zu meisternde Aufgabe für Eltern oder Alleinerziehende, die vielleicht nicht auf Großeltern in der näheren Umgebung zählen können, so Frau Claudia Hofmann vom Arbeitskreis Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Durch Maßnahmen wie z.B. flexiblere Kinderbetreuungsangebote in den Randzeiten , der Anpassung  von Buchungs- Öffnungs- und Schließzeiten von Kinderbetreuungs-einrichtungen, oder der Ausweitung der Ferienkinderbetreuung und Notbetreuung soll hier berufstätigen Eltern Druck erspart und ein schlechtes Gewissen genommen werden. Stellvertretend für die Kinderarztpraxen der Stadt hat Frau Dr. Anne Grieger einen Überblick über das Serviceangebot sowie die vielfältigen Aufgaben einer großen modernen Kinderarztpraxis, hier für die von Dr. Jung gegeben. Von der Erstuntersuchung vor der Entlassung in der Kreisklinik, einer Spezialsprechstunde für ADHS-Kinder über Ultraschalluntersuchungen, bis zur Hyposensibilisierung, Impf- und Ernährungsberatung reicht das Spektrum. Hochinteressant war auch der Vergleich der Problemstellungen der Kinderheilkunde im 20.ten Jahrhundert und heute. Eine Brücke zwischen Beginn der Veranstaltung, der Geburtsstunde einer Familie, bis zum Reifegrad eines langen Lebens hat Frau Daniela Wirth von der Arbeiterwohlfahrt mit ihrem Vortrag geschlagen. Die Arbeiterwohlfahrt ist einer der großen, attraktiven Arbeitgeber Deutschlands und sieht ihre Hauptaufgabe darin,  sozial schlechter gestellten Menschen mit ihren Einrichtungen in jedem Alter zu unterstützen. 

 

2018-11-25T12:18:27+00:00

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